Egon Krenz : Gestaltung und Veränderung
Kurzfassung
Egon Krenz : Gestaltung und Veränderung. Erinnerungen, edition ost, Berlin, Dezember 2023, 446 Seiten, € 26,00.
Der zweite Teil der Memoiren des letzten Generalsekretärs der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) ist keine Autobiografie im eigentlichen Sinne. Zwar wird sein Buch über die Gestaltung und Veränderung der DDR von 1974 bis 1988 auch als solche beworben, aber der Begriff Erinnerungen trifft es schon eher. Egon Krenz hat seine Notizen und Aufzeichnungen sowie sein umfangreiches Dokumentenarchiv dazu genutzt, uns einen Blick auf politische Entscheidungsprozesse auf höchster Ebene zu bieten, der sich wohltuend vom Geraune westlicher sogenannter Experten unterscheidet.
Sicherlich sind seine Erinnerungen subjektiv und leider auch häufig nicht tiefschürfend genug. Aber wer in der Retrospektive eine DDR kennenlernen oder wiederentdecken will, wie sie sein wollte und doch nicht war, was sie zu leisten imstande war und wo ihre inneren und äußeren Grenzen der Gestaltung lagen, erfährt hier mehr als in von westlicher Ideologie triefenden Büchern oder aus Artikeln in den Bildzeitungen für das einfache Volk und denen für die gebildeten und sich auf ihre liberale Demokratie etwas einbildenden Eliten.
Kennenlernen
Mir begegnete die DDR erstmals zu Beginn der 1970er Jahre bei einem Verwandtenbesuch der eingeheirateten zweiten Ehefrau meines Vaters in Thüringen. Meine Erinnerungen daran sind verwaschen. Vielleicht lag es am nebligtrüben Wetter bei der Ankunft in Eisenach, daß ich sie etwas schmuddelig fand, vielleicht auch am Getuschel der Älteren, die nicht laut zu sagen wagten, was sie so dachten. Die Erwachsenen separierten sich bei einem Spaziergang von den Kindern und tauschten sich aus. Das hinterließ einen Eindruck, als ob dieses andere Deutschland nicht nur etwas Befremdliches, sondern auch Gefährliches war.
Bald darauf, ab Februar 1972, debattierte der Deutsche Bundestag über die zwischen der sozialliberalen Koalition und der Sowjetunion bzw. Polen geschlossenen sogenannten Ostverträge. Im April 1972 versuchte die revanchistische CDU/CSU, den amtierenden Bundeskanzler Willy Brandt zu stürzen. Abgeordnete wurden gekauft, um Mehrheitsverhältnisse zu verändern oder zu zementieren. Eine dieser Debatten wurde im öffentlich-rechtlichen Hörfunk übertragen. Die historische Bedeutung der Ratifizierung dieser Verträge war offensichtlich. Es gab schulfrei, um unter begleitender medienpädagischer Aufsicht im Elternhaus dieser Debatte zu lauschen: gleichzeitig wurde sie auch im Schulradio meiner Schule in Köln verbreitet. Ich war sicherlich zu jung, um zu verstehen, was da ablief. Aber durch mein sozialdemokratisch beeinflußtes Eltenhaus war eine gewisse Sympathie für eine bestimmte Position unvermeidlich.
Seitdem stand für mich die Existenz der DDR als eigenständiger deutscher Staat außer Frage. Ich hatte genug damit zu tun, die bundesdeutschen Verhältnisse verstehen und kritisieren zu lernen. Der Deutsche Herbst machte mich zu einem Westlinken, der auf kritische Distanz zur Sozialdemokratie und den deutschen Verhältnissen ging.
Mein Geschichtsstudium in Tübingen eröffnete mir einen weiteren Zugang zur DDR und zu Osteuropa. Dabei war es weniger der dort vorzufindende Lehrstoff, der mich leitete, sondern die eigenständige Suche nach dem Verständnis von dem, was in Osteuropa und der Sowjetunion als Sozialismus galt. Mein sich entwickelndes Interesse am Werk von Karl Marx und daran anschließend dem westlichen Marxismus sagte mir, daß dieser Sozialismus irgendetwas anderes als Kapitalismus war, aber gewiß nicht das, was wir uns im Westen als Sozialismus dachten. „1968“ war noch lebendig und eine wichtige Erfahrung, welche die Jugend in der DDR nie hatte machen können und dürfen.
Angelehnt an das Tübinger Osteuropa-Institut bildete sich ein Sozialistisches Osteuropa-Komitee, das mir wichtige Impulse vermittelte. Wir lasen Rudolf Bahros „Alternative“ (ein Buch, an das ich keinerlei Erinnerung mehr habe) und verfolgten aufmerksam die Streilbewegung in Polen 1980/81 und die daraus hervorgehende Gewerkschaft Solidarność. Am 13. Dezember 1981 verkündete General Wojciech Jaruzelski im Auftrag der polnischen Arbeiterpartei (und wohl auch des großen Bruders weiter östlich) das Kriegsrecht und begann damit, die Streikbewegung zu zerschlagen. In Tübingen fanden zeitgleich die „Internationalismus-Tage“ statt. Wir diskutierten über die neokoloniale neue internationale Arbeitsteilung im Süden, die westliche politische und Wirtschaftsdominanz und auch die Vorgänge im Osten; nur China hatten wir mangels brauchbarer Einschätzungen noch nicht auf dem Schirm. Spontan bildete sich am Abend ein Demonstrationszug gegen diesen eindeutig konterrevolutionären Akt. Ein Sozialismus, der sich mit Gewalt gegen seine eigenen und eigentlichen Trägerinnen und Träger zu behaupten versucht, ist kein Sozialismus, allenfalls (sur)real.
Diese vielleicht etwas langatmige Vorbemerkung halte ich für notwendig. Der politische bzw. ideologische Standpunkt des Betrachters sollte sich nicht verstecken, sondern offen ausgesprochen werden. Autorinnen und Autoren westlicher Provenienz, welche die DDR für unfrei, undemokratisch, ja diktatorisch, und wirtschaftlich rückständig halten, sollten genauso sagen, für welche Alternative sie stehen. Mehr als 500 Jahre Kapitalismus erscheinen als eine ungeheure Gewaltansammlung von Ausbeutung, Armut, Hunger, Kriegszügen, der Ausplünderung ganzer Regionen und mit diktatorischen Regimes, die bestens mit der westlichen Wertegemeinschaft harmonieren. Genauer: exakt dies macht die westliche Wertegemeinschaft aus; hier gibt es keine Abweichung von einem demokratisch-liberalen Ideal. Das war so bis heute und wird es auch morgen sein. Beim Lesen von Egon Krenz' Erinnerungen beschleicht mich das Gefühl, daß ein solches Verständnis den leitenden Akteuren vollkommen unklar gewesen ist. Jedenfalls haben sie sich nicht adäquat verhalten. Sie haben den Zynismus der herrschenden Klasse(n) im Westen vollkommen unterschätzt.
Spielräume
Der zweite Teil seiner Erinnerungen setzt 1974 mit seiner Berufung zum Ersten Sekretär des Zentralrats der FDJ ein. Dies gibt ihm Gelegenheit, diese Jugendorganisation ausfürhrlich vorzustellen. Gewiß idealisiert er die Organisation von Kindern und Jugendlichen in einem sich als sozialistisch verstehenden Staat. Dennoch findet sich hier eine der Stärken seines Buches. Er erklärt uns die DDR. Er erklärt sie uns aus dem Innenleben und dem Selbstverständnis der sie Leitenden. Er gibt dabei jedoch auch einen Ton vor, der das gesamte Buch durchzieht.
„Wir beschlossen auf dem Parteitag 1976 ein neues Programm und ein neues Statut. In beiden Dokumenten war die Verpflichtung enthalten, ‚gegen Schönfärberei aufzutreten und gegen die Neigung, sich an Erfolgen zu berauschen‘. Doch wir selbst übersahen nicht selten, dass dies nur funktionierte, wenn die Parteiführung dafür selbst ein Beispiel gab.“
Und das tat sie nicht oder nur sehr ungenügend. Als gutes Vorbild diente sicher nicht, sich in modernen westlichen Volvos durch die Gegend kutschieren zu lassen, anstatt wie das einfache Volk einen Trabbi oder Wartburg zu nehmen, nach angemessener Wartezeit natürlich. Die Volcos will Egon Krenz zwar schon damals nicht als gut befunden haben, aber daran geändert hat er auch nichts. Nur nicht aus der Reihe tanzen und immer die Parteidisziplin wahren.
Die Frage stellt sich grundsätzlicher in Bezug darauf, was er selbst unternommen hat, die hehren Ziele zu verwirklichen. Einen gewissen Spielraum hatte er. Er wurde 1976 Kandidat des Politbüros der SED und 1983 dessen Vollmitglied. In den Jahren danach galt er den westlichen Orakeldeutern geradezu als „Kronprinz“ von Erich Honecker. Von eigenen tatkräftigen Maßnahmen gegen diesen Rausch ist im Buch nicht viel zu spüren. Das zugehörige Problem liegt aber tiefer.
Als die DDR in Abgrenzung zur 1949 vollzogenen Zusammenfassung der drei Westzonen zur Bundesrepublik gegründet wurde, stand sie im eskalierenden Kalten und in Korea auch heiß geführten Krieg zwischen den Fronten. Sie konnte nur sehr begrenzt eigenständig außenpolitisch agieren, denn den Ton gab die Sowjetunion an. Der Kalte Krieg hinterließ Spuren. Eingezwängt zwischen sowjetischer Bevormundung und dem politischen Druck der USA, der Bundesrepublik und der Kriegsorganisation NATO blieb nur wenig Spielraum. Wirtschaftlich eingebunden in den Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW), gezeichnet von der Demontage von wichtigen Industrieanlagen und Eisenbahnstrecken durch die sowjetischen Besatzungstruppen, und finanziell abgekoppelt von der westlichen Weltwirtschaft war an eine eigenständige Entwicklung nur schwer zu denken. Die ökonomischen Ressourcen reichten nie aus. Sozialismus in nur einem Land ist eine Unmöglichkeit; und trotz eines gewissen Austausch von Rohstoffen, Industriegütern und Agrarerzeugnissen waren die Länder der sogenannten Wirtschaftshilfe weitgehend auf sich selbst gestellt. Während die Bundesrepublik von Marshall-Plan, Währungsreform und westlicher Integration profitierte, geriet die DDR im Vergleich zu einem Armenhaus. Dies war zwangsläufig so, das Problem wurde aber durch die politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen zum Aufbau einer eigenen Schwer- und Konsumgüterindustrie in den vier Jahrzehnten der Existenz dieser Gesellschaft auch nicht wirklich gelöst.
Dieser eingeschränkte Spielraum durchzieht ebenso diesen zweiten Band der Erinnerungen von Egon Krenz. In seiner Erklärung der DDR für westliche Dummies beschreibt er sehr anschaulich, wie Entscheidungsprozesse zum einen durch den Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker monopolisiert, zum anderen aber durch die Devisenbeschaffungsmaßnahmen des zuständigen ZK-Sekretärs Günter Mittag unterlaufen wurden.
In den 1970er Jahren begannen sich mehrere osteuropäische Staaten bei westlichen Banken und dem IWF zu verschulden. Sie alle standen vor demselben Problem. Die eigenen Ressourcen reichten nicht aus. Es bedurfte gezielter Importe aus dem Westen. Die Revolte der Arbeiterinnen und Arbeiter im Juni 1953 wie in Danzig und Stettin 1970 zeigte, daß es nicht anging, der prekären Versorgungslage an Konsumgütern, speziell an Lebensmitteln, durch Norm- oder Preiserhöhungen zu begegnen. Es mußten Waren aus dem so reichen Westen ins Land herbeigeschafft werden, und das ging nur über Devisen. Diese wiederum mußten durch verstärkte Exporte besorgt werden. Solange die westliche Weltwirtschaft in den 1970ern florierte und Produkte aus Polen, Ungarn oder der DDR auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig waren, konnte dieses Modell leidlich gut funktionieren. Es gab jedoch mehrere Haken. Zum einen wurde die eigene Ökonomie für den Export geplündert, zum anderen führte die Spezialisierung auf bestimmte Produkte zu ganz eigenen und der gesamtgesellschaftlichen Planung nicht förderlichen Abhängigkeiten. Stockte die Wirtschaft im Westen oder stiegen die Zinssätze drastisch an, hatte dies desaströse Folgen für die Wirtschaften der RGW-Staaten. Die Banken und der IWF kannten schon ganz eigennützig kein Erbarmen, und dann bot sich noch die wunderbare Gelegenheit, den realen Sozialismus zu erdrosseln.
Hinzu kam eine teils ineffektive bürokratisierte Organisation der Wirtschaft. Die Sowjetunion sah sich seit Beginn der 1980er Jahre nicht mehr in der Lage, Getreide und Erdöl wie vorher und zu Vorzugspreisen an die Bruderstaaten zu liefern. Das Erdöl wurde von der Sowjetunion selbst benötigt, um Devisen für Getreideimporte zu beschaffen. Als offizieller Grund wurden Mißernten kommuniziert. Überprüfbar war das nicht. Tatsächlich war die Mißwirtschaft der organisierten bürokratischen Korruption derart ineffektiv geworden, daß sogar bei guten Ernten Transport und Weiterverarbeitung nicht mehr gewährleistet waren. Symptomatisch für dieses systeminhärente Versagen war ein Vorgang aus dem Oktober 1985. Erich Honecker rief bei Egon Krenz an. Es gebe ein Problem. Aufgrund einer Mißernte (also Mißwirtschaft) seien in Leningrad nicht genügend Kartoffeln verfügbar und der Winter stehe vor der Tür. Gorbatschow bat um Hilfe. Es sollten mal kurz eine Million Tonnen Kartoffeln aus aktueller Ernte und den Vorräten der DDR abgezwackt werden. Gedanken an die Hungerblockade der Stadt durch Nazis und Wehrmacht kamen auf. Natürlich half die DDR. Nur, wie sollte diese Menge organisisert werden? Man einigte sich auf die Hälfte und behandelte Beschaffung und Transport wie eine militärische Operation. Und es klappte, die Kartoffeln kamen in Leningrad an. Doch dann stellte sich heraus, daß sich dort keine und niemand für die Weiterleitung verantwortlich zeigte. Die Kartoffeln lagen nach dem Ausladen irgendwo herum, Frost zog auf und die Kartoffeln begannen zu faulen. Der Skandal wurde beim Lieferanten ruchbar und Gorbatschow selbst sah sich gezwungen, sich darum kümmern. Irgendwer wird schon für schuldig befunden worden sein.
Frieden mit dem Klassenfeind
In den Jahren 1976 bis 1988 (hier endet der zweite Band) bewegte sich Egon Krenz im Zentrum der Macht. Viele seiner Geschichten haben etwas Anekdotisches, aber sie sind immer politisch. Und meist ist Erich Honecker die Hauptperson und er selbst Befehlsempfänger. Eigentlich ist dieses Buch eine Geschichte über Erich Honecker und seinen sich langsam anbahnenden geistigen Verfall. Das Spannende daran ist, daß und wie Erich Honecker zwischen den Anforderungen aus der Sowjetunion und der Realpolitik gegenüber der Bundesrepublik lavierte. Da handelt kein harter Hund, sondern ein geschmeidiger Politiker, der sehr wohl die Souveränität der DDR als eigenständigen Staat am Rande der Konfrontation vertrat, gegenüber Ost und West. Das Lavieren hatte jedoch einen hohen Preis. Der Klassenstandpunkt ging langsam, aber unaufhörlich flöten.
Mit der Präsidentschaft des drittklassigen Schauspielers Ronald Reagan kam eine neue Schärfe in den Beziehungen zwischen den beiden Blöcken auf. Dies hatte nichts mit den persönlichen Vorlieben oder Antipathien des Präsidenten zu tun. US-Präsidenten handeln selten eigenständig. Sie sind ein- und angebunden an das, was schon Präsident Eisenhower in seiner Abschiedsrede 1961 den militärisch-industriellen Komplex genannt hatte. Hatte in den 1970er Jahren die von der deutschen Sozialdemokratie maßgeblich mitbestimmte Entspannungspolitik darauf gesetzt, den realen Sozialismus umgarnen und mit guten – und insbesondere dem westdeutschen Kapital Profit verschaffenden – Wirtschaftsbeziehungen ködern zu können, so wurde in den 1980ern verstärkt zweigleisig verfahren. Dies war keine wirklich einheitliche Strategie des Westens. Die USA und die BRD hatten durchaus unterschiedliche Interessen und Vorstellungen, auch wenn Egon Krenz uns einen Vasallenstatus der BRD nahelegt. Imperialisten sind sich nicht immer einig. Aber mit Reagan konnte man das Spiel „guter Bulle, böser Bulle“ noch einmal ganz neu aufziehen. Seine berüchtigte Mikrofonprobe, in fünf Minuten mit der Bombardierung der Sowjetunion beginnen zu wollen, war vielleicht nur ein peinlicher Schauspielerwitz. Aber er legte das Innerste aus dem Seelenleben dieses Clowns und seiner Entourage offen. Die USA hatte eine Raketenlücke entdeckt, die unbedingt mit neuen Marschflugkörpern auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik zu schließen war. Der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt beteiligte sich daran. Der Wandel durch Annäherung wurde ergänzt durch einen dezidierten Plan, die Sowjetunion totzurüsten, ohne einen Krieg (schon gar nicht in fünf Minuten) führen zu müssen. Es reichte ja, mit massiv aufgezogenen Manövern wie Autumn Forge 1983 die paranoiden Gerontokraten in Moskau zu erschrecken. Wer wollte schon unterscheiden können, ob der Westen es diesmal ernst meinte oder nur bluffte?
Die DDR wurde nicht gefragt. Die Sowjetunion stationierte als Antwort eigene Raketen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion. Ich weiß nicht, wie ich das gefunden hätte, hätte ich schon damals in Sachsen gelebt. Wenn ich mir überlege, daß mehrere Bunker mit gefechtsbereiten SS-12-Raketen nur wenige Kilometer von meinem heutigen Wohnort entfernt gut getarnt im Wald errichtet wurden, dann finde ich das im Nachhinein durchaus beängstigend. Wurde schon die eigene Bevölkerung nicht informiert oder gar einbezogen, so wußte der Feind im Westen aufgrund eigener überlegener Aufklärung sicherlich Bescheid, wo er im Falle eines Falles zuschlagen mußte.
Hier setzt eine ganz eigene Episode ein, die uns als Linke im Westen einiges Kopfzerbrechen bereitet hat. Wir kannten unsere Imperialisten; als Internationalistinnen und Internationalisten hatten wir Vietnam und Kambodscha, Griechenland und Chile, und die ganzen anderen von den USA angeleiteten Militärdiktaturen in Lateinamerika im Blick. Die Sandinisten im kleinen Nicaragua befanden sich im Fokus von CIA und US-angeleiteten Contras. Die SED hingegen steuerte die kleine westdeutsche Kommunistische Partei als Friedensbringer. Das alleine war nicht das Problem, wohl aber die Politik, die damit verbunden war. Sie lief auf Klassenkollaboration hinaus. Ein möglichst großes Bündnis aller friedliebenden Kräfte sollte möglichst weit in das westdeutsche Bürgertum und die herrschenden Parteien hineinreichen. Wo ein Klassenstandpunkt unbedingt erforderlich gewesen wäre, wurde der Klassenkampf gescheut. Honecker und Brandt, Honecker und Schmidt, Honecker und Kohl, ja sogar Honecker und Strauß fanden Gefallen aneinander. „Im Politbüro hatten wir den Eindruck, dass die beiden sich mochten.“
Dieses Herumlavieren mit der westdeutschen Bourgeoisie und ihren politischen Vertretern verwirrte nicht nur die westdeutsche Linke, sondern auch die Kader der ostdeutschen Partei und erst recht die ideologisch nur halbherzig geschulte Bevölkerung. Deren Kontakte zur westdeutschen Verwandtschaft waren nach 1945 nicht abgerissen. Telefonleitungen, soweit geschaltet, glühten und führten zu langen Wartezeiten an beiden Enden. Briefe und Päckchen und erst recht die Besuche aus dem so freien Westen brachten neues Ungemach. Nicht nur, daß die Sowjetunion (zurecht) eine ideologische wie wirtschaftlche Destabilisierung ihres äußersten westlichen Vorpostens befürchtete. Die westdeutsche D-Mark, die ungehindert ins Land floß, war Fluch und Segen zugleich. Einerseits galt es, den Rahm abzuschöpfen, andererseits avancierte das Westgeld zur bevorzugten Währung im Osten.
Ohne Herz
Pragmatisch eröffnete die DDR Intershops, damit das Westgeld zu festgesetzten Kursen eingesammelt werden konnte. Dafür mußten jedoch die begehrten Waren aus dem Westen erst noch eingeführt werden, was neue Probleme aufwarf. Die Devisenbeschaffung erschuf ihre eigenen bürokratischen Blüten. In einem Neubaugebiet in Mecklenburg sollte 1980 ein Valutaladen eröffnet werden – direkt vor einer Oberschule. Das gab Ärger vor Ort. Wie sollten der eigenen Jugend die Vorzüge des Sozialismus vermittelt werden, wenn direkt vor der Bildungsstätte die Vorzüge des Kapitalismus ausgebreitet wurden? Egon Krenz, der seine Kindheit in der unmittelbaren Nähe verbracht hatte, schaltete sich ein und sorgte dafür, daß dieser Unfug an dieser Stelle nicht verwirklicht wurde.
„Die Gründe für den Weggang aus der DDR waren […] auch herzlose Entscheidungen staatlicher Organe.“ Nun ist es seit jeher das Credo jeglicher Bürokratie gewesen, emotionslos das Wesen der herrschenden Ordnung zu exekutieren. Im westlichen bürokratischen Sprachgebrauch wird gerne der Ermessensspielraum angeführt, der jedoch selten zugunsten der Betroffenen wirkt. Das war in der DDR nicht anders. Dies verweist auf die jeweilige spezifische Ordnung, in der die Politik der Funktionäre häufig an den Wünschen und Bedürfnissen der so bevormundeten Bevölkerung vorbeiläuft. Das konnte auch aus objektiven Gründen kaum anders sein. Die DDR besaß einfach nicht die Ressourcen, um sich einerseits eigenständig zu entwiclekn und andererseits ein Mindestmaß an Konsumzufriedenheit herzustellen. Die Reisefreiheit scheiterte nicht nur an politischen Vorgaben, sondern oftmals auch schlicht an der Ausstattung der Reisewilligen mit Westgeld. Doch auch hier hätte es mehr Ermessensspielraum geben können. Wo in Leningrad die Kartoffeln verfaulten, gab es in der DDR genügend Potenzial für solideres Wirtschaften und eine bessere Versorgung. In den realsozialistischen Staaten Polen und Ungarn wurde in den 1980er Jahren als Lösung derartiger Probleme offen von den Selbstheilungskräften des Marktes gesprochen. Die dortigen Bürokraten waren am Ende; sie kapitulierten. Der Siegeszug des durchgeknallten neoliberalen Kapitalismus war dort unvermeidlich und vorauszusehen. Er kam jedoch schneller als erwartet.
Bemerkenswert ist ja, daß bei der „Wende“ – ein Begriff übrigens, den Egon Krenz eingeführt hat – 1989/90 ein nicht geringer Teil der DDR-Bevölkerung seine sozialistische DDR beibehalten wollte, oder genauer: eine sozialistischere demokratische DDR haben wollte . Das Ansinnen hatte zwar keine Chance verwirklicht zu werden, verweist aber darauf, daß die Stimmung in der Bevölkerung durchaus produktiv zu nutzen gewesen wäre. Dies hätte jedoch vorausgesetzt, daß die alten Herren im Zentralkomitee und im Politbüro rechtzeitig abgetreten wären und neuen jungen Kräften Platz gemacht hätten. Nun ist eine Gerontokratie kein Markenzeichen des realen Sozialismus. Wenn sich die doch recht betagten Herren Trump und Biden im US-Wahlkampf gegenüberstehen oder sich in manch anderen Staaten autokratisch herrschende Potentaten bis zum Scheintod an der Macht festhalten, dann ist das kein Zufall, sondern patriarchales Prinzip. In der DDR jedenfalls war kein Prozedere für die Übergabe der Macht an die nächste Generation vorgesehen. Egon Krenz, der Berufsjugendliche der FDJ, mußte 1983 mit 46 Jahren geradezu darauf insistieren, daß es nun Zeit sei, ihn als Oberhaupt der FDJ abzulösen. Eklatanter war dies im Politbüro, wo die alte Garde einfach nicht wahrhaben wollte, daß es Zeit war zu gehen. Es gab keine Regularien dafür. Den Chef zu stürzen, hätte wohl eher Chaos verbreitet. Was wäre das auch für ein Sozialismus, in dem eine kleine Gruppe putschen muß, um die Situation im Lande zu verbessern?
Dieser zweite Band der Erinnerungen von Egon Krenz ist durchzogen von dem großen Widerspruch, eine sozialistische Gesellschaft mit bescheidenen Ressourcen aufbauen zu wollen – und das ist noch bemerkenswert gut gelungen – und den freischwebenden Entscheidungen der Funktionäre. Kann es denn sein, daß in einer sozialistischen Gesellschaft der große Vorsitzende seine Zustimmung geben muß – „Einverstanden! E.H.“ –, damit gute und auch weniger gute Dinge ihren Lauf nehmen können? Wäre dies nicht die kollektive Aufgabe einer ganzen Gesellschaft? Nun ja, könnte frau oder man sagen, dies setze ein gewisses Maß an Klassenbewußtsein und theoretischer Schulung voraus. Beim Durchlesen des Buches hatte ich jedoch eher den Eindruck, daß es mit dem historischen und dialektischen Materialismus der an Marx geschulten Kader nicht so weit her gewesen sein kann. In ihrer Politik gegenüber dem Westen schaukelten sie im Wind. Nicht einmal, als Helmut Kohl meinte, Gorbatschow mit Goebbels vergleichen zu müssen, schrillten die Alarmglocken. Zu groß war die Abhängigkeit vom kapitalistischen Nachbarn geworden.
Sensibel
Egon Krenz mochte den polnischen General Jaruzelski, den er als sensiblen Menschen charakterisiert. Das mögen die polnischen Arbeiterinnen und Arbeiter aus gutem Grund anders gesehen haben. Die sensible Knute ist eben immer noch eine Knute. Ja, ich weiß, die Organisation der Streikbewegung lag in den Händen der Solidarność und damit vermeintlich der Konterrevolution. Dann doch lieber eine Arbeiterpartei, die dem reaktionären Ayatollah Wojtyła aus Rom im Juni 1987 geradezu unterwürfig einen Staatsbesuch spendierte, damit dieser das gläubige polnische Volk verführen durfte. Was für eine Logik!
„Für [Honecker] waren die Zeiten vorbei, da wir die Sozialdemokratie noch als politischen Feind definiert hatten. In diesen Fragen war ich voll auf seiner Seite.“ Nun mag dies für die DDR eine gewisse, ja eben auch, Logik besessen haben. Man brauchte Verbündete im Westen, um an moderne Technik, Konsumgüter und Devisen zu gelangen. Man brauchte Verbündete für eine gesamtdeutsche Friedensbewegung. Doch das eine ist es, Realpolitik zu betreiben, und das andere, sie auch noch ideologisch zu verklären. Schon Rosa Luxemburg hatte den Bolschewiki in einer ihrer berühmten und in der DDR nicht so gerne gesehenen Schriften entsprechende Vorhaltungen gemacht. Helmut Kohl hatte das Prinzip besser begriffen, als er zu Honecker meinte, das, was er den Medien sage, sei das eine, die Realpolitik das andere.
Die Linke im Westen kannte ihre Sozialdemokratie jedenfalls nicht als Freund. Sie vergaß nicht die sozialdemokratisch mitorganisierte Knüppelorgie beim Schahbesuch in Berlin 1967, die zum Tod von Benno Ohnesorg führte. Sie wußte, daß Willy Brandt und die SPD hinter den Berufsverboten standen, die ausgerechnet und vor allem die Bruderpartei der SED schwer trafen. Sie hatte den Deutschen Herbst erlebt und die Polizeieinsätze in Brokdorf, Grohnde, Kalkar und anderswo, wo sich der Atomstaat breitzumachen gedachte. Der altbekannte Spruch „Wer hat uns verraten?“ war ja durch die jahrzehntelange Praxis dieser Partei längst ausgelutscht. Da war kein Verrat mehr, sondern Prinzip. Nur die marxistisch-dialektisch geschulten Denker im Arbeiterinnen- und Zirkelstaat konnten eine solche Volte hinlegen und sich mit ihren vielfältigen Kontakten zur SPD das Gehirn zukleistern lassen. Es ist eben auch hier eine Frage des Klassenbewußtseins, und das war den Herren im Politbüro wohl abhanden gekommen. Da ist es wenig erstaunlich, daß so manch alte Kader und Genossen nach 1989 mit fliegenden Fahnen zum Klassenfeind übergelaufen sind. Sie müssen hierzu in der DDR nicht einmal Karrieristen und Opportunisten gewesen sein. Wenn der Kampf für die gute Sache aussichtslos geworden ist, schleicht sich Resignation ein und die Überlegung, wie es weitergehen soll. Im Gegensatz zur Sowjetunion, wo sich Mitglieder der alten Nomenklatura rechtzeitig das Volkseigentum als neureiche Oligarchen angeeignet haben, stand in der DDR die Treuhand im Weg. Den Rahm wollten westliche „Investoren“ dann doch lieber selbst abschöpfen. Insofern ist es wohltuend, wenn jemand wie Egon Krenz weiterhin zu „seiner“ DDR steht. Das können die Liedermacher der Bourgeoisie starrsinnig oder ideologisch weltfremd finden. Und ja, an manchen seiner Einlassungen gäbe es noch viel mehr zu kritisieren. Aber lieber so als ein Wendehals.
Das Buch ist eine wahre Fundgrube. Wo die ZK-gefilterte Realität der DDR durchscheint, werden mehr Fragen aufgeworfen, als der Autor je beantworten kann. Was soll mir, um ein Beispiel zu nehmen, die Bemerkung angesichts der Unfähigkeit zu einer Kurskorrektur sagen, „keiner von uns wäre nach Sibirien geschickt worden“? Allein so zu denken, ist doch schon eine Absurdität in sich. Sicher, da gab es eine Vorgeschichte. Die stalinistischen Säuberungen wirkten auch in die DDR hinein. Gorbatschow, der sich gerne als demokratischer Held von Erneuerung und Transparenz inszenierte, aber gegenüber der DDR genauso knallhart war wie seine Vorgänger, war weit weg. Das Unbewußte bringt die Verhältnisse besser zum Vorschein, als einem lieb sein kann. An Sibirien zu denken, heißt auch, das eigene Land mit bestimmten Augen zu betrachten. Ist das dann Sozialismus?
Nun wird im Nachgang zur gescheiterten DDR in den (siegreichen) westlichen Medien und Publikationen gerne nachgetreten. Das können Deutsche besonders gut. Es wird von einer SED-Diktatur gefaselt, ohne zu überlegen, was denn eine Demokratie so ausmacht . Im Mai 1987 trafen sich in dem einen Teil der geteilten Stadt Berlin die Partei- und Staatschefs der sozialistischen Länder zu einem Gipfel, um eine neue gemeinsame Militärdoktrin zu verabschieden. Nur der Bürgersteig vor dem Hotel war abgesperrt. In den Konferenzpausen gingen die Staatschefs einfach so im Stadtzentrum mit seinem üblichen Trubel spazieren. Natürlich gab es im Hintergrund Sicherheitsvorkehrungen; diese aber wurden auch im Hintergrund gehalten. Berlin (DDR) wollte sich als weltoffene Stadt präsentieren. Wenige Tage später besuchte der US-Schauspielpräsident Ronald Reagan den Westen der Stadt. Scharfschützen säumten seinen Weg, ganze Straßenzüge wurden hermetisch abgeriegelt. Eine große Demonstration gegen den Kriegstreiber lief am Tag zuvor im Polizeikordon. Die Berliner Bevölkerung wurde partiell unter Belagerungszustand versetzt; nur damit Reagan sich an die Mauer vorwagen konnte, um dort seinen berühmten auswendig gelernten Spruch loszulassen, der Osten möge doch endlich die Mauer abreißen. Welcher Teil der Stadt war nun die Demokratie und welcher die Diktatur?
Aus dem hier Geschriebenen und noch manchem mehr geht hervor, warum dies ein Buch ist, das ich mit großem Interesse und Erkenntnisgewinn gelesen habe. Sollte es jemals in diesem Jahrhundert einen erneuten sozialistischen Aufbruch geben, wären seine Akteurinnen und Akteure gut beraten, hier nachzuschlagen. Sie könnten aufgrund vieler anschaulicher Beispiele lernen, wie frau und man es besser nicht macht, und weshalb.
Egon Krenz verabschiedet uns mit einem cliffhanger. Es brodelte 1988 nicht nur an der Basis. Ein Sturm näherte sich. Dies wird in einem dritten Band seiner Memoiren nachzulesen sein.
Ärgerlich sind hingegen die zahlreichen Folgen ungenügender Lektorierung. Wobei ich, ehrlich gesagt, schon Schlimmeres erlebt habe, aber was ist das für ein Anspruch? Dem Buch hätte ein gründlicheres Korrekturlesen jedenfalls gut getan. Daß einmal der Weidmann und ein andermal der Waidmann auf die Jagd geht, geschenkt. Ebenso die doppelt verbreiteten Lebensdaten des Generals Michail Saizew auf zwei nachfolgenden Seiten. Die Sätze „Aus das sollten wir nicht vergessen.“ oder „Er war er gut gelaunt.“ erschließen sich zwar, sind aber nicht schön. Daß Nicolae Ceauşescu mit Çedille geschrieben wird, hat sich im Buch nicht überall herumgesprochen. Olaf statt Olof Palme oder Juruzelski statt Jaruzelski sind schon eher peinlich. Das Januarplenum der KPdSU zur Perestroika fand nicht 1986, sondern erst 1987 statt, oder? Im selben Jahr 1987 besuchte Erich Honecker seine Heimatstadt Neunkirchen im Saarland, und nicht Neuenkirchen, wie dies schon damals die ADN-Meldung verschrieb. Das hätte bei gründlichem Nachlesen auffallen können; aber vielleicht muß frau oder wohl eher mann dafür aus dem Westen kommen und die Anfänge der Fußball-Bundesliga kennen …
Walter Kuhl
22. Januar 2024
Nachträgliche Änderung. Im Taucherwald bei Bischofswerda gab es keine Silos, sondern Bunker.
Anmerkungen
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- FAZ, Zeit, Süddeutsche, Spiegel etc. – Leider war die DDR-Elite nicht immun gegen deren Ergüsse und ließ sich in ihrem Handeln davon beeinflussen; vgl. Krenz Seite 446. ⏎
- Der Vollständigkeit halber sei angefügt, daß Egon Krenz im Mai 1999 in Darmstadt einen Vortrag über die politische Justiz im Westen halten sollte, mit der er konfrontiert war. Statt dessen redete er dann doch eher allgemein über Recht und Unrecht in der ehemaligen DDR, was auch nicht uninteressant gewesen ist. Eine gekürzte Aufzeichnung seines Vortrags habe ich am 31. Mai 1999 in der zwölften Folge meiner Sendereihe „Phantomverbrechen“ auf Radio Darmstadt zu Gehör gebracht. ⏎
- Karl Marx begann sein „Kapital“ mit: „Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine ‚ungeheure Warensammlung‘, die einzelne Ware als seine Elementarform. Unsere Untersuchung beginnt daher mit der Analyse der Ware.“ MEW 23, Seite 49. ⏎
- Egon Krenz hat in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Bücher zur DDR und ihrer Abwicklung geschrieben, die ich jedoch alle nicht kenne. Insofern ist es für mich ein Erstlingswerk, das ich hier bespreche. ⏎
- Krenz Seite 38. ⏎
- Krenz Seite 121, hier war Helmut Schmidt gemeint. ⏎
- Krenz Seite 438. ⏎
- Im Januar 1990 kamen Vertreter der Vereinigten Linken sogar ins schläfrige Tübingen, um uns Naivlingen die DDR und ihre mögliche Zukunft darzulegen. Ich fand das sehr beeindruckend. ⏎
- Krenz Seite 248. ⏎
- Krenz Seite 380. ⏎
- Auch Egon Krenz war nicht frei davon. Er ließ sich von seiner Sekretärin als Lesezeichen für seinen Terminkalender den Spruch auf eine Karteikarte schreiben: „Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Seite 348. ⏎
- Krenz Seite 317. ⏎
- Luciano Canfora : Eine kurze Geschichte der Demokratie [2006]. Ellen Meiksins Wood : Demokratie contra Kapitalismus [2010]. ⏎
- Fundstellen im Buch: Weidmann bzw. Waidmann Seiten 244 und 442. Saizew 216f. Vergessen 12. Gelaunt 126. Ceauşescu 189. Palme 178. Juruzelski 125. Januarplenum 365. Neunkirchen 397. – Es ist gut möglich, daß auch in dieser Rezension noch unentdeckte Fehler schlummern. ⏎