Koreanische Schrifttafeln.
Reflexionen über die Änderung der Welt
Walter Kuhl
Koreanische Schrifttafeln.
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Der Reichstag in Berlin.
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Deutscher Alptraum.

In den Weiten des Internets

Firefox 142 nervt

Wenn Lese­zeichen das sichtbare Fenster verlassen

Update

Mitte September 2025 erschien Version 143.0. Und wieder mußte ich Firefox manuell Deutsch beibringen. WTF? Die Lese­zeichen­anzeige scheint wieder richtig zu funktionieren. Obwohl, zu früh gefreut. Nach einer nicht nach­voll­ziehbaren Anzahl von Lese­zeichen­aufrufen fällt Firefox wieder in sein buggy behaviour zurück. Mit dem Update auf 143.0.3 am 30. September 2025 kam auch das korrekte Verhalten zurück. Die Lese­zeichen­anzeige funktio­nierte mit allen Untermenüs, so oft ich auch ein Lese­zeichen aufrief. Aber nur beim ersten Mal! Als ich am Morgen darauf Firefox erneut startete, waren die guten Vorsätze vergessen und die Lese­zeichen durch­brachen erneut den rechten Bild­schirm­rand. Pfuscher! Wie kriegt ihr eine solch abartige user experience hin? Vielleicht sollte frau/man besser keine Spiel­kinder, die nicht wirklich wissen, was sie tun, an ernsthaften Code ranlassen.

Fixed

Während eines zwischen­zeitlichen Releases haben die Entwickler das merk­würdige Verhalten korrigiert, mir die US-amerika­nische Sprache aufzu­drängen. Mit Version 146.0 vom 9. Dezember 2025 wurde auch das Fenster­problem gelöst. Aus den Release Notes ist nicht klar zu erkennen, wo das Problem lag.

Mitte August brachte Mozilla das Firefox-Update 142 heraus. Wie (bei mir) gewohnt, meinte Firefox beim nächtlichen Schließen des Browsers vor Abschalten des Rechners, unbedingt noch schnell ein Update dazwischen schieben zu müssen.

Ich bin es ja gewohnt, daß das upgedatete Firefox (und Thunderbird) zunächst einmal alle Task-, Menu- und sonstigen Leisten verenglischt. So, als sei der Browser nicht in der Lage, die vorein­gestellten Präferenzen zu respektieren. Nervig, aber beim zweiten Aufruf des Browsers ist Deutsch wieder vorhanden. Soweit bislang, aber diesmal nicht. Ich mußte Firefox erst einmal wieder manuell als Default die deutsche Sprache beibringen.

Das nächste neue feature betrifft die Lese­zeichen. Ich arbeite viel mit Lese­zeichen, damit ich gefundene Inhalte im weltweiten Datennetz wiederfinde. Für mich sind die Lese­zeichen ein unver­zichtbares feature des Browsers. Nun bin ich es ja gewohnt, daß Firefox bei verschachtelten Lese­zeichen mit Untermenus selbige mal links, mal rechts neben der ersten Ebene anbringt. Kurios ist, daß bei unverändertem Bildschirm und nochmaligem Aufruf desselben Lese­zeichens die Untermenus nach dem Zufalls­prinzip mal links und mal rechts angeheftet wurden. Einen Sinn kann ich darin nicht erkennen.

Diesmal war es jedoch anders. Der erste Aufruf eines Lese­zeichens erfolgtte mit allen Untermenus korrekt. Ab dem zweiten Aufruf wurde diese Funktion tendenziell unbrauchbar. Der Grund: alle Lese­zeichen und deren Untermenus werden strikt rechts angeheftet. Die Folge: ab der zweiten oder dritten Unterebene verschwinden die Lese­zeichen rechts neben dem Bild­schirm­rand im virtuellen, aber nicht mehr sichtbaren Raum. Und damit das Ganze noch mehr unbrauchbar wird, werden bei längeren Leisten die noch vorhandenen Untermenus zusätzlich über den unteren Bild­schirm­rand geschoben.

Screenshot.

So sieht das aus, wenn die Lese­zeichen nach rechts abdriften: Die anderen Wetter­seiten oder die Webcams kann ich nicht mehr erreichen. Abfoto­grafiert, weil beim Auslösen eines Screen­shots mit Bordwerk­zeugen die Lese­zeichen verschwinden.

Was tun? Mehr durch Zufall entdeckte ich, daß, wenn ich die Menuleiste erst aus- und dann wieder einschalte, das gewohnte und korrekte Verhalten zurück­kehrte. Alle Lese­zeichen verteilten sich brav auf dem sichtbaren Bereich des Firefox-Fensters. rechts und auch links. Aber nur ein einziges Mal! Beim zweiten Aufruf eines Lese­zeichens kehrt der Unfug zurück. So mit Lese­zeichen zu arbeiten, macht keinen Spaß.

Nebenbei: das Ganze geschieht unter Ubuntu 22.04.5 LTS mit Gnome 42.9 und Firefox 142.0. Ob Mozilla beim Firefox allein für dieses Verhalten verant­wortlich ist, kann ich nicht sagen. Vielleicht haben Canonical und die Gnome-Fenster­bauer ihren Teil dazu beigetragen. Doch die Frage muß erlaubt sein: Wer hat sich diesen Quatsch ausgedacht? Software­entwicklung mit sogenannter künst­licher Intelligenz? Das Internet weiß keine Antwort. Überall wird Firefox 142 mit seinen tollen Verbes­serungen angepriesen. Zum Beispiel von Sören Hentzschel. Kritische Anmerkungen zum Update gibt es keine. Dabei glaube ich nicht, daß mich der Lese­zeichen-Bug so ganz alleine trifft.